Tankan: Große Hersteller verbessern sich auf 24, Firmen planen schwächeren Yen
Die Tankan-Umfrage der Bank of Japan für September, veröffentlicht am 1. Oktober, zeigt eine bessere Stimmung bei großen Industrieunternehmen, während große Dienstleister etwas nachgaben. Befragt wurden 9.104 Unternehmen zwischen dem 26. August und dem 30. September, die Antwortquote lag bei 99,4 %.
Der Leitindex für große Hersteller – Anteil der Firmen mit guter Geschäftslage minus Anteil mit schlechter – stieg auf 24 nach 22 im Juni. Große Unternehmen außerhalb der Industrie fielen auf 35 nach 37. Beide Gruppen erwarten für die nächsten drei Monate eine Verschlechterung: große Hersteller auf 21, große Dienstleister auf 30.
In der Industrie sprangen große Erdöl- und Kohleverarbeiter auf 36 nach 9, die Chemie stieg auf 26 nach 20 und der Maschinenbau für die Produktion auf 43 nach 36, während Kraftfahrzeuge leicht auf 11 nach 12 nachgaben. Bei großen Dienstleistern fiel der Einzelhandel auf 29 nach 33, Beherbergung und Gastronomie auf 38 nach 46, Verkehr und Post auf 21 nach 25.
Über alle Unternehmensgrößen hinweg stieg der Index auf 21 nach 18. Kleine Hersteller verbesserten sich auf 14 nach 9, kleine Dienstleister blieben bei 15.
Die Umfrage erfasst auch den Wechselkurs, mit dem Unternehmen planen. Über alle Unternehmen stieg die durchschnittliche Annahme für das Geschäftsjahr 2026 auf 154,23 Yen je Dollar nach 152,57 in der Juniumfrage. Große exportierende Industrieunternehmen rechnen nun mit 153,79 nach 151,49.

Warum das wichtig ist
Exporteure und Energieproduzenten stehen gut da, während verbrauchernahe Dienstleistungen schwächeln – eine Aufteilung, die zu einem schwächeren Yen und höheren Energiepreisen passt. Für die Bank of Japan ist der Tankan eine der wichtigsten Grundlagen ihrer Zinsentscheidungen, und die steigende Yen-Annahme der Firmen deutet darauf hin, dass sie keine baldige Erholung der Währung erwarten.