Rate Brief ENDE

Von der BoE im Oktober befragte Händler erwarteten noch eine Erhöhung auf 4,25 % im Februar

Die Bank of England hat am 6. November die Novemberergebnisse ihres Market Participants Survey veröffentlicht. Die Umfrage unter 80 Teilnehmern der britischen Zins- und Geldmärkte lief vom 21. bis 23. Oktober, also vor der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am 5. November, und wird von Mitarbeitern der Bank ohne Beteiligung der MPC-Mitglieder gestaltet.

Im Median erwarteten die Befragten den Leitzins nach den Sitzungen im November und Dezember bei 4,00 Prozent und ab der Sitzung im Februar 2027 bis September 2027 bei 4,25 Prozent; das 75. Perzentil lag ab April bei 4,50 Prozent. Für die Entscheidung am 5. November gaben sie 4,00 Prozent eine durchschnittliche Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent und 3,75 Prozent eine von 13,1 Prozent. Für Dezember lagen die Werte bei 71,9 Prozent für 4,00 und 19,5 Prozent für 4,25 Prozent. Auf längere Sicht sinkt der Medianpfad auf 4,00 Prozent Ende 2027, 3,50 Prozent in zwei Jahren und 3,25 Prozent in fünf Jahren.

Bei der Frage nach den Treibern ihrer kurzfristigen Erwartung gewichteten die Befragten Energie- und verwandte Rohstoffpreise im Schnitt mit 30,3 Prozent, vor der realisierten Inflation ohne Energie mit 18,5 Prozent, Konjunktur und Arbeitsmarkt mit 17,2 Prozent, vorausschauenden Inflationsindikatoren mit 16,4 Prozent und der Kommunikation des MPC mit 15,3 Prozent.

Die Medianprognose für die Verbraucherpreise lag bei 3,8 Prozent Ende 2026 und 4,0 Prozent im ersten Quartal 2027 und sinkt auf 3,0 Prozent in einem Jahr und 2,3 Prozent in zwei Jahren. Den neutralen Zins sahen sie im Median bei 3,50 Prozent; 42 Befragte sahen die Risiken nach oben, vier nach unten.

Von der BoE im Oktober befragte Händler erwarteten noch eine Erhöhung auf 4,25 % im Februar
Von der BoE im Oktober befragte Händler erwarteten noch eine Erhöhung auf 4,25 % im Februar — Rate Brief

Was das bedeutet

Die Umfrage zeigt einen Markt, der nach dem Herbst noch eine Erhöhung erwartete und Energie als wichtigste Unbekannte betrachtete. Bei einer erwarteten Inflation nahe 4 Prozent bis Anfang 2027 hängen die Entscheidungen im Dezember und Februar davon ab, ob Energiepreise in die breitere Teuerung durchschlagen.