Koreas BIP wuchs im dritten Quartal um 1,0 %, das Realeinkommen um 3,4 %
Südkoreas reales Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 1,0 % gewachsen, so die am 27. Oktober veröffentlichte Schnellschätzung der Bank of Korea. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das BIP um 3,4 %.
Dieselbe Mitteilung zeigt eine viel größere Bewegung beim Einkommen: Das reale Bruttoinlandseinkommen (GDI) stieg um 3,4 % zum Vorquartal und um 18,8 % zum Vorjahr.
Die Kurzmeldung enthält nur diese Gesamtwerte; die Aufschlüsselung nach Verwendung und Wirtschaftszweigen steht in der beigefügten Datei der Bank.

Was das bedeutet
Wächst das Realeinkommen um ein Vielfaches schneller als die reale Produktion, liegt der Unterschied überwiegend in den Terms of Trade: Die Preise, die Korea für seine Exporte erzielt, sind weit stärker gestiegen als die Preise seiner Importe, sodass dieselbe Produktionsmenge mehr kauft. Für eine Wirtschaft, deren Exporte von Halbleitern dominiert werden, passt das dazu, dass eher Chippreise als Chipmengen den Ausschlag geben. Ein Plus von 18,8 % beim Realeinkommen speist Steuereinnahmen, Unternehmensgewinne und die Leistungsbilanz, lange bevor es sich bei Einstellungen zeigt — und es kann sich ebenso schnell umkehren, wenn die Exportpreise drehen.