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US-Finanzministerium: BIP im dritten Quartal plus 3,4 %, Ausrüstungsinvestitionen plus 20,9 %

Das US-Finanzministerium hat am 2. November seine Wirtschaftserklärung für das Treasury Borrowing Advisory Committee veröffentlicht, vor der vierteljährlichen Refinanzierung. Darin beschreibt es die Wirtschaft als stark und getragen von Unternehmensinvestitionen und Konsum.

Laut der Erklärung wuchs das reale BIP im dritten Quartal nach der ersten Schätzung mit einer Jahresrate von 3,4 %, nach 2,2 % im zweiten. Die privaten inländischen Endkäufe, die Summe aus Konsum, Unternehmensinvestitionen und Wohnbau, stiegen um 4,9 %, laut Ministerium das stärkste Tempo seit mehr als fünf Jahren. Die Unternehmensinvestitionen legten um 12,7 % zu und trugen 1,8 Prozentpunkte bei; die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 20,9 %, das dritte Quartal in Folge mit zweistelligem Plus, und die Ausgaben für Rechenzentren „beschleunigten sich auf ein dreistelliges Tempo“. Der Konsum wuchs um 3,8 % und steuerte 2,5 Punkte bei.

Der Außenhandel wirkte in die andere Richtung. Die Importe stiegen kräftig, vor allem Investitionsgüter, und die Nettoexporte zogen 3,3 Prozentpunkte vom Wachstum ab. Der Wohnungsbau ging um 3,3 % zurück.

Am Arbeitsmarkt kamen im dritten Quartal im Schnitt 51.000 Stellen pro Monat hinzu, im bisherigen Jahr 2026 68.000; im privaten Sektor verlangsamte sich der Zuwachs von 79.000 auf 54.000 pro Monat. Die Arbeitslosenquote lag im Schnitt bei 4,1 % nach 4,3 % im ersten Halbjahr, die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen bis September binnen Jahresfrist um 3,0 %. Die Zahl der Bundesbediensteten lag bei etwa 2,68 Millionen, nach 3,01 Millionen im Januar 2025.

US-Finanzministerium: BIP im dritten Quartal plus 3,4 %, Ausrüstungsinvestitionen plus 20,9 %
US-Finanzministerium: BIP im dritten Quartal plus 3,4 %, Ausrüstungsinvestitionen plus 20,9 % — Rate Brief

Was das bedeutet

Die Erklärung ist die Lesart der Regierung und bewusst optimistisch formuliert, ihre Zahlen weisen für Dollar und Anleiheangebot aber in eine Richtung: Wachstum aus Investitionen und Importen bei wachsendem Handelsdefizit, vor einer Refinanzierung, in der das Ministerium festlegt, wie viel es sich leiht und in welcher Form.

Geschrieben von Victoria Shinder.