BoJ-Protokoll September: Anhebung auf rund 1,25 % mit 7 zu 2, Asada und Sato dagegen
Die Bank of Japan hat am 5. November das Protokoll ihrer geldpolitischen Sitzung vom 17. und 18. September veröffentlicht, nachdem der Policy Board es in der Sitzung vom 29. und 30. Oktober gebilligt hatte.
Im September hob der Rat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an und lenkt den unbesicherten Tagesgeldsatz nun auf rund 1,25 Prozent. Der Zins der ergänzenden Einlagefazilität wurde auf 1,25 Prozent gesetzt, der Basis-Kreditzins auf 1,5 Prozent erhöht. Sieben Mitglieder stimmten für die Leitlinie: Gouverneur Ueda, die Vizegouverneure Himino und Uchida sowie Takata, Tamura, Koeda und Masu. Asada Toichiro und Sato Ayano stimmten dagegen.
Das Protokoll hält ihre Gründe fest. Asada argumentierte, da der Verbraucherpreisindex ohne frische Lebensmittel zuletzt um weniger als 2 Prozent gestiegen sei, könne man die Wirtschaft nicht unbedingt als stark bezeichnen; es sei wünschenswert, die Leitlinie beizubehalten. Sato meinte, Wirtschafts- und Preisentwicklung hätten sich gegenüber zuvor nicht wesentlich beschleunigt, eine Anhebung sei daher derzeit nicht angemessen.
Die Mehrheit hielt eine Anhebung für angemessen, um das 2-Prozent-Ziel nachhaltig und stabil zu erreichen. Ein Mitglied begründete den Zeitpunkt: Die Entwicklung sei weitgehend im Plan; die Bezugspunkte für das Timing, nämlich die Lage im Nahen Osten, KI-bezogene Nachfrage und Wechselkursbewegungen, verdienten weiter Aufmerksamkeit als mögliche Preistreiber; und die Finanzierungsbedingungen hätten sich seit der letzten Anhebung kaum verändert und seien weiter expansiv. Zwischen den Sitzungen lag der Tagesgeldsatz bei 0,976 bis 0,980 Prozent, die JGB-Käufe bei rund 2,5 Billionen Yen im Monat.

Was das bedeutet
Zwei Gegenstimmen zu einer Anhebung zeigen, dass der nächste Schritt des Rats umstritten sein wird, nicht selbstverständlich. Die eigene Checkliste der Mehrheit nennt den Yen als einen von drei Auslösern, Wechselkursbewegungen bleiben also Teil der Reaktionsfunktion.