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BoJ: Japans Großbanken holen Dollar-Einlagen bei ausländischen Bestandskunden

Die Bank of Japan hat am 25. September die englische Fassung eines Berichts veröffentlicht, der im Juli auf Japanisch erschien und untersucht, wie die drei global systemrelevanten Banken Japans ihre Auslandskredite in Fremdwährung finanzieren. Die Autoren aus der Bankenaufsicht nutzen Einlagedaten auf Transaktionsebene, die gemeinsam mit der Finanzaufsicht FSA erhoben werden.

Ausgangspunkt ist eine strukturelle Lücke. Die Fremdwährungseinlagen der Großbanken sind seit Langem kleiner als ihre Auslandskredite, weil sich im Ausland schwer eine Privatkundenbasis aufbauen lässt. Die Lücke decken stabilere, aber teurere Mittel: Fremdwährungsanleihen sowie mittel- bis langfristige Devisen- und Währungsswaps aus überschüssigen Yen. Laut Papier könnte der Swap-Weg langsamer wachsen, weil der Wettbewerb um Yen-Einlagen im Inland mit dem Zinswandel zunimmt, und Anleihefinanzierung hängt an den globalen Märkten. Also werben die Banken um Dollar-Einlagen, vor allem von Unternehmen, mit höheren Einlagezinsen und mehr Transaction Banking.

Die Analyse der Dollar-Einlagen zeigt, dass das jüngste Wachstum von nichtjapanischen Bestandskunden kommt, die ihre Guthaben aufstocken, vor allem im asiatisch-pazifischen Raum. In den USA sanken selbst die Guthaben japanischer Kunden, dazu kamen Abflüsse durch abwandernde Kunden, was die Autoren als harten Wettbewerb ausländischer Banken deuten. In früheren Phasen sinkender Gesamtbestände stieg die Abwanderung nicht, die Banken steuerten die Volumina offenbar über die Zinsen auf Termineinlagen.

Größere Einleger wandern eher ab, und unter Marktstress steigt die Abwanderung. Kunden mit mehr Transaktionseinlagen, den unverzinsten Guthaben aus Cash-Management-Diensten, bleiben länger und sind günstiger zu gewinnen.

BoJ: Japans Großbanken holen Dollar-Einlagen bei ausländischen Bestandskunden
BoJ: Japans Großbanken holen Dollar-Einlagen bei ausländischen Bestandskunden — Rate Brief

Warum das wichtig ist

Japanische Banken gehören zu den größten ausländischen Dollar-Kreditgebern, und ihre Finanzierung ist ein Kanal, über den Yen-Zinsen und globaler Stress aufeinandertreffen. Dass die am schnellsten wachsenden Einlagen zugleich die zinsempfindlichsten sind und Stress die Abwanderung erhöht, zeigt, wo diese Finanzierung am dünnsten ist.