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BOJ-Mitarbeiter zeigen, wie Japans Großbanken Fremdwährungseinlagen aufbauen

Mitarbeiter der Abteilung für Finanzsystem und Bankenprüfung der Bank of Japan haben eine Analyse der Fremdwährungseinlagen bei Japans global systemrelevanten Banken veröffentlicht. Das Papier, Bank of Japan Review 2026-E-12, erschien in dieser Woche auf Englisch und ist die Übersetzung eines japanischen Originals vom Juli; es gibt die Ansichten der Autoren wieder, nicht unbedingt die der Notenbank.

Ausgangspunkt ist eine alte Lücke. Japans Großbanken haben ihre Auslandskredite in Fremdwährung über Jahre ausgeweitet, ihre Fremdwährungseinlagen bleiben aber stets dahinter zurück - auch weil es schwer ist, im Ausland eine stabile Privatkundenbasis aufzubauen. Gefüllt wird die Lücke mit stabilerer, aber teurerer Finanzierung: Unternehmensanleihen in Fremdwährung sowie mittel- bis langfristige Devisen- und Währungsswaps, gespeist aus überschüssigen Yen im Inland. Die Autoren bewerten die aktuelle Finanzierung als insgesamt stabil, weisen aber darauf hin, dass die für Swaps verfügbaren Yen weniger stark wachsen könnten, wenn der Wettbewerb um Inlandseinlagen im neuen Zinsumfeld zunimmt, und dass die Anleihefinanzierung an den globalen Märkten hängt. Deshalb setzen die Banken nun darauf, Fremdwährungseinlagen zu gewinnen, vor allem von Firmenkunden.

Die Studie nutzt Daten auf Ebene einzelner Transaktionen, die Notenbank und Finanzaufsicht FSA bei den Banken erheben, mit Währung, Betrag, Zins, Laufzeit, Einlageart und Merkmalen der Einleger. Die Befunde sind dreifach: Das jüngste Wachstum stammt von bestehenden nicht japanischen Einlegern, die ihre Guthaben aufstocken, nicht von neuen Kunden; Dienste des Transaction Banking - Cash-Management, Finanzierung, Auslandsüberweisungen - verringern die Abwanderung und verlängern die Verweildauer; und diese Dienste senken auch den Aufschlag, den die Banken zahlen müssen, um Einlagen zu gewinnen.

BOJ-Mitarbeiter zeigen, wie Japans Großbanken Fremdwährungseinlagen aufbauen
BOJ-Mitarbeiter zeigen, wie Japans Großbanken Fremdwährungseinlagen aufbauen — Rate Brief

Was das bedeutet

Die Verbindung zum Yen läuft über den Swapmarkt. Finanzieren japanische Banken Dollarkredite über Yen-Swaps, greifen sie auf die heimische Einlagenbasis zurück; werden diese Einlagen mit steigenden Yen-Zinsen umkämpfter, wird die günstigste Ausgleichsgröße knapper. Fremdwährungseinlagen verringern diese Abhängigkeit - deshalb beobachtet die Aufsicht, wie treu sie sind.

Praktisch wichtig ist der Befund zum Transaction Banking. Einlagen, mit denen Kunden ihr Tagesgeschäft abwickeln, bleiben eher, auch wenn sich Zinsen anderswo bewegen, während reine Renditeeinlagen gehen, sobald ein besserer Satz auftaucht. Für eine Bank, die langlaufende Auslandskredite finanziert, ist das der Unterschied zwischen stabilem und flüchtigem Geld. Die Autoren wollen die Ergebnisse in weiteren Gesprächen mit den Banken und ausländischen Behörden nutzen.