Rate Brief ENDE

Japans Geldbasis sank im September um 15,2 %, Reserven schrumpfen

Japans Geldbasis ist im September gegenüber dem Vorjahr um 15,2 % gesunken, meldete die Bank of Japan am 2. Oktober. Der durchschnittliche Bestand lag bei 532,8 Billionen Yen, nach 543,0 Billionen im August.

Der Rückgang geht fast vollständig auf die Girokontoguthaben zurück, also die Einlagen der Finanzinstitute bei der Notenbank. Sie lagen im September im Schnitt bei 413,7 Billionen Yen, 18,3 % unter dem Vorjahr; darin sanken die Mindestreserveguthaben um 17,3 %. Der Banknotenumlauf lag mit 114,6 Billionen Yen um 2,0 % niedriger, Münzen um 1,2 %. Saisonbereinigt fiel die Geldbasis gegenüber August mit einer Jahresrate von 10,2 %.

Der Jahresrückgang im September war etwas kleiner als im August mit 15,7 %, dem stärksten Wert in der von der Bank in diesem Monat veröffentlichten Reihe, doch die Quartalszahlen zeigen den Trend deutlich. Der Rückgang zum Vorjahr weitete sich von 3,9 % im zweiten Quartal 2025 auf 8,7 % im vierten, 10,6 % im ersten Quartal 2026, 12,4 % im zweiten und 14,9 % im dritten aus. Die Girokontoguthaben, die im dritten Quartal 2025 um 5,3 % gesunken waren, lagen im dritten Quartal dieses Jahres um 17,9 % niedriger.

Die Veröffentlichung nennt keine Ursachen. Die schrumpfenden Girokontoguthaben passen zur schrittweisen Verringerung der Staatsanleihekäufe der Bank, bei der fällige Anleihen nicht vollständig ersetzt werden und die durch frühere Käufe geschaffenen Reserven abfließen. Ende September lag die Geldbasis bei 535,4 Billionen Yen.

Japans Geldbasis sank im September um 15,2 %, Reserven schrumpfen
Japans Geldbasis sank im September um 15,2 %, Reserven schrumpfen — Rate Brief

Warum das wichtig ist

Die Geldbasis ist das direkteste Maß dafür, wie weit die Bank of Japan ihre Bilanz zurückgeführt hat. Ein Rückgang um 15 % im Jahr zeigt, dass der Abbau inzwischen in einem Tempo läuft, das weit über die frühen Phasen der Straffung hinausgeht – schon vor weiteren Zinsentscheidungen.