Die BoJ hielt Ende September rund 502 Billionen Yen an Staatsanleihen
Die Bank of Japan hat ihre Bestände an japanischen Staatsanleihen zum 30. September veröffentlicht, aufgeschlüsselt nach einzelnen Emissionen, in einer Tabelle vom 2. Oktober. Sie nennt Nennwerte, gerundet auf 100 Millionen Yen, für 334 Emissionen, aber keine Summen – die Zahlen unten sind daher unsere Addition der Werte der Bank.
Zusammengerechnet ergeben die Bestände rund 502,0 Billionen Yen zum Nennwert. Zehnjährige Anleihen bilden mit rund 220,0 Billionen Yen in 43 Emissionen den größten Block, 43,8 % des Ganzen. Es folgen Zwanzigjährige mit rund 125,0 Billionen Yen in 105 Emissionen, 24,9 %, und Fünfjährige mit rund 75,5 Billionen Yen, 15,0 %. Dreißigjährige machen rund 53,0 Billionen Yen aus, 10,6 %, Zweijährige rund 12,2 Billionen Yen, 2,4 %, Vierzigjährige rund 11,6 Billionen Yen, 2,3 %. Inflationsindexierte Anleihen liegen mit rund 4,7 Billionen Yen unter 1 %.
Laut den Anmerkungen der Bank umfassen die Zahlen Anleihen aus direkten Käufen sowie solche aus Geschäften mit der Regierung. Die Veränderung gegenüber dem Vormonat zeigt die Tabelle nicht, und die Veröffentlichung kommentiert sie nicht.
Zur Einordnung: Die am selben Tag veröffentlichte Geldbasis für September zeigte die Girokontoguthaben der Finanzinstitute bei der Bank um 18,3 % unter dem Vorjahr – im Einklang mit der schrittweisen Verringerung der Anleihekäufe, bei der fällige Anleihen nicht vollständig ersetzt werden.

Warum das wichtig ist
Größe und Laufzeitmix des Anleiheportfolios der BoJ bestimmen, wie viel Zinsrisiko sie trägt und wie schnell die Bestände auslaufen. Weil der Großteil in zehn- und zwanzigjährigen Anleihen steckt, verläuft der Abbau über Fälligkeiten langsam – die Bilanz der Bank bleibt deshalb noch jahrelang groß, auch wenn die Käufe sinken.