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BoJ-Forscher testen KI-Personas an Haushaltsumfrage, kurzfristige Erwartungen teils getroffen

Das Institute for Monetary and Economic Studies der Bank of Japan hat das Diskussionspapier 2026-E-14 vom November 2026 von Yusuke Takahashi und Kazuki Otaka veröffentlicht. Es fragt, ob von großen Sprachmodellen erzeugte Personas die unterschiedlichen Haushalte einer Wirtschaftssimulation ersetzen können, und nutzt die eigene Haushaltsumfrage der Bank als Maßstab.

Jede Persona erhält das Merkmalsprofil eines echten Befragten, und die Autoren vergleichen die Inflationserwartungen des Modells eins zu eins mit dessen Antworten. Die Übereinstimmung zerlegen sie in drei Teile: die Streuung der Antworten, Effekte auf der Ebene von Merkmalen wie Alter oder Einkommen und die Übereinstimmung auf der Ebene der einzelnen Person.

Die Ergebnisse sind gemischt. Die Personas geben die Richtung der meisten Merkmalseffekte auf kurzfristige Erwartungen wieder, und bedingte Mittelwerte für den Einjahreshorizont werden teilweise erreicht. Die Streuung der Antworten bleibt aber in jeder getesteten Variante ein Bruchteil des menschlichen Niveaus, und die Übereinstimmung nimmt mit längerem Horizont ab, bei Fünfjahreserwartungen bis auf null.

Eine Ergänzung half. Gestützt auf Theorien zu Informationsfriktionen fügten die Autoren kognitive Angaben derselben Befragten hinzu, etwa das Wissen über die Geldpolitik und die Aufmerksamkeit für Preise. Die Beschreibung, wie gut ein Befragter die Geldpolitik kennt, kann die Nähe der Persona zu den Einjahreserwartungen mehr als verdoppeln. Das Papier sieht darin einen Weg, Informationsfriktionen als Persona-Text statt als kalibrierte Parameter in eine Simulation zu bringen. Die Ansichten sind die der Autoren und nicht unbedingt die der Bank.

BoJ-Forscher testen KI-Personas an Haushaltsumfrage, kurzfristige Erwartungen teils getroffen
BoJ-Forscher testen KI-Personas an Haushaltsumfrage, kurzfristige Erwartungen teils getroffen — Rate Brief

Was das bedeutet

Für eine Zentralbank, die auf Haushaltsumfragen setzt, zieht das Papier eine Grenze für synthetische Befragte: Sie geben den kurzfristigen Durchschnitt wieder, nicht aber die Uneinigkeit und den langfristigen Anker, die Entscheider am dringendsten sehen müssen.