Bank of England genehmigt Verbindung von HSBC und LSEG für die digitale Anleihe DIGIT
HM Treasury hat am 2. November zwei Schritte auf dem Weg zur Pilotemission des Digital Gilt Instrument, kurz DIGIT, bekanntgegeben, der ersten digital ausgegebenen Staatsanleihe Großbritanniens. Die Bank of England hat eine Verbindung zwischen den Digital Securities Depositories von HSBC und LSEG aufsichtlich genehmigt, nach Angaben des Finanzministeriums eine Weltneuheit. Anleger können DIGIT damit über beide Infrastrukturen erreichen; das soll die Zersplitterung zwischen digitalen Plattformen verringern und die Teilnahme am Pilotprojekt verbreitern.
Die sechs bereits benannten Banken, Barclays, HSBC, Lloyds, Morgan Stanley, NatWest und RBC Capital Markets, haben nun konkrete Rollen als Konsortialführer erhalten. Sie umfassen Dokumentation und Orderbuch, die Kommunikation mit Anlegern und die Hilfe beim Zugang zu den digitalen Plattformen, über die DIGIT angeboten wird.
Die Pilotemission wird weiterhin bis zum ersten Quartal 2027 erwartet. DIGIT gehört zur Digitalstrategie der Regierung für die Großhandelsfinanzmärkte und soll zeigen, wie sich Distributed-Ledger-Technologie bei der Ausgabe britischer Staatsschulden nutzen lässt. Staatssekretärin Lucy Rigby sagte, die Ankündigungen brächten die Regierung der Emission Anfang nächsten Jahres einen weiteren Schritt näher.

Was das bedeutet
Die eigentliche Nachricht ist die Verbindung. Eine digitale Anleihe, die nur auf einer Plattform gehalten werden kann, teilt ihre Anleger nach Infrastruktur auf; eine regulierte Brücke zwischen zwei Verwahrstellen erspart Käufern diese Wahl. Erst dann kann das Pilotprojekt dem Finanzministerium etwas über einen echten Markt verraten.