PRA und FCA erwägen leichtere Regeln für britische Credit Unions und Weg zur Building Society
Die Prudential Regulation Authority und die Financial Conduct Authority haben am 3. November ein gemeinsames Diskussionspapier mit Ideen veröffentlicht, wie britische Credit Unions wachsen und neue Angebote entwickeln können. Credit Unions gehören ihren Mitgliedern, bieten meist Sparkonten und Privatkredite für Menschen mit gemeinsamem Beruf, Wohnort oder Umfeld an und haben in Großbritannien mehr als zwei Millionen Mitglieder. Das Papier baut auf dem Bericht der Aufseher zur Landschaft der Genossenschaftsinstitute von 2025 auf.
Zu den Optionen, zu denen die Aufseher Meinungen einholen, gehören der Wegfall mancher Anforderungen an interne Revision und Unterlagen für kleinere Credit Unions; ein risikobasierter Rahmen mit flexibleren Kapitalanforderungen für größere, komplexere Institute; die Anwendung von Regeln für kleinere Einlageninstitute, etwa des Standardansatzes für risikogewichtete Aktiva, anstelle der bisherigen einfachen Verschuldungsquote; und eine vereinfachte Version des Basel-Rahmens mit gestrafften Kapitalzuschlägen und einem einfachen Puffer für Stressphasen.
Das Papier fragt außerdem, was Credit Unions am Angebot neuer Produkte hindert, wie gemeinsame Dienstleister und Drittanbieter Investitionen und Technik unterstützen können, ob sich FCA-Gebühren senken ließen, ob Credit Unions einen Weg zur Umwandlung in Building Societies erhalten sollten und wie der Rahmen für einen geordneten Austritt flexiblere Übertragungen oder Umstrukturierungen erlauben könnte.
„Wir haben Spielraum, ihr Regelwerk noch verhältnismäßiger und wachstumsfreundlicher zu machen“, sagte Shoib Khan, bei der PRA zuständig für britische Einlageninstitute.

Was das bedeutet
Auffällig ist der Weg zur Building Society: Er gäbe den größeren Credit Unions ein auf Kreditvergabe zugeschnittenes Regelwerk und mehr Finanzierungswege. Noch ist nichts als Regel vorgeschlagen; die Aufseher fragen den Sektor, welche dieser Optionen er will.