Londoner FX-Ausschuss: Händler wägen Pfund-Abwicklung rund um die Uhr und ihre Kosten ab
Die Bank of England hat am 7. Oktober das Protokoll der Hauptausschusssitzung des London Foreign Exchange Joint Standing Committee (FXJSC) vom 24. Juni 2026 veröffentlicht, zusammen mit den Protokollen der Unterausschüsse für Betrieb und Recht vom 16. Juni. Im FXJSC, den die Bank leitet, sitzen Teilnehmer des Devisengroßhandels, Infrastrukturanbieter und britische Aufseher. Die Protokolle erscheinen Monate nach der Sitzung – es geht also darum, was Praktiker zu Sommerbeginn besprachen, nicht um eine neue Entscheidung.
Der wichtigste Punkt für das Pfund: die Abwicklungszeiten. Anna Koch und Richard Lewis von der Bank of England stellten den Plan der Bank vor, RTGS, das Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem der Notenbank, und CHAPS, das System für große Zahlungen in Pfund, auf eine nahezu durchgehende Abwicklung rund um die Uhr umzustellen, und verwiesen auf ein Konsultationspapier zu Folgen und nächsten Schritten. Die Mitglieder diskutierten, was das für die Struktur des Devisenmarkts bedeutet. Das Protokoll hält vier Bedenken fest: die Finanzstabilität, einschließlich geeigneter Mechanismen für die Abwicklung eines scheiternden Instituts in einem nahezu durchgehenden Betrieb; den Umfang der nötigen Investitionen; den Bedarf an weiterer Arbeit mit der Branche; und mögliche Herausforderungen für Treasury- und Refinanzierungsmodelle der Firmen selbst.
Für einen Devisenmarkt, der längst rund um die Uhr handelt, während Pfund nur zu festen Zeiten abgewickelt werden, sind das die praktischen Fragen: Wer finanziert Positionen über Nacht, und wie wird eine Bank abgewickelt, wenn das Zahlungssystem nie schließt?

Der globale Kodex. Von der Juni-Sitzung des Global Foreign Exchange Committee berichtete Natalie Lovell von der Bank of England über eine neue Arbeitsgruppe Technologie und Innovation und die Vorbereitung der Überprüfung des FX Global Code 2027 sowie über die Datenerhebung zum Abwicklungsrisiko im Devisenhandel; die Ergebnisse der BIS-Umfrage vom April 2025 dazu sind veröffentlicht. Der Branchenverband GFMA ist dem Partner-Netzwerk des GFXC beigetreten; seine Devisensparte konzentriert sich auf Trade Allocation, MiFID-Meldungen und die Folgen der Kontrahentenrisiko-Regeln SA-CCR.
Weiteres aus den Protokollen: Der Betriebsunterausschuss befasste sich mit atomarer Abwicklung, grenzüberschreitenden Zahlungen und Tokenisierung; der Rechtsunterausschuss überprüft die Wettbewerbsleitlinien des FXJSC; die FCA berichtete über die gemeinsame Überprüfung von FCA und Bank of England zur Harmonisierung von Transaktions- und Nachhandelsmeldungen; das Financial Markets Standards Board untersucht den Einsatz von KI an den Finanzmärkten. Marktberichte von CME Group und State Street behandelten Korrelationen zwischen Anlageklassen, Absicherung und Positionierung; der Ausschuss sprach über Reservewährungen, Gold, Privatanleger, den Nahen Osten und Aktienbewertungen. Zahlen oder Schlussfolgerungen dazu enthält das Protokoll nicht.
Quelle: Bank of England, Protokoll der FXJSC-Hauptausschusssitzung vom 24. Juni 2026, veröffentlicht am 7. Oktober 2026 — https://www.bankofengland.co.uk/minutes/2026/june/fxjsc-main-committee-meeting-24-june-2026