Fed hält Zinsspanne bei 3,75–4 %; Cook und Hammack stimmen für eine Anhebung
Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat das Zielband für den Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 % bis 4 % belassen, in einer mit 10 zu 2 Stimmen beschlossenen Erklärung. Gouverneurin Lisa D. Cook und die Präsidentin der Fed von Cleveland, Beth M. Hammack, stimmten dagegen; sie hätten das Band um einen Viertelprozentpunkt angehoben.
Die Erklärung beschreibt die Wirtschaft als kräftig wachsend. Die Unsicherheit bleibe hoch, auch wegen geopolitischer Entwicklungen, die Inlandsausgaben seien robust, das Produktivitätswachstum stark und die Investitionen kräftig. Der Stellenaufbau halte mit dem Arbeitskräfteangebot Schritt, die Arbeitslosenquote habe sich kaum verändert. Die Inflation bleibe erhöht.
Zum Ausblick ist die Formulierung knapp: Die Sammlung weiterer Informationen werde dem Ausschuss helfen, den geldpolitischen Kurs festzulegen, der eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zum Ziel von 2 % sichert, und der Ausschuss „wird Preisstabilität liefern“. Er setzt seine Politik fort, reichlich Reserven im Bankensystem zu halten.

Was das bedeutet
Beide Gegenstimmen zielten nach oben, nicht nach unten, und die Erklärung enthält keine Formulierung zu Lockerungen. Zusammen mit „kräftig“ für die Konjunktur und „erhöht“ für die Inflation verläuft die Debatte im Ausschuss zwischen Halten und Straffen. „Sammlung weiterer Informationen“ legt sich beim Zeitpunkt auf nichts fest und überlässt den nächsten Schritt den Daten bis zur folgenden Sitzung.