Der Dollar hat mehr als einen Preis, und Zentralbanken setzen ihn mit
Drei Meldungen der vergangenen zwei Wochen wirken unverbunden. Zusammen gelesen beschreiben sie, wie der Preis für den Zugang zu Dollar entsteht - und wer versucht, ihn zu verändern.
Der Marktpreis ist nicht ein Preis. Ein Arbeitspapier von Mitarbeitern der Bank of England vergleicht FX-Termingeschäfte im selben Währungspaar, derselben halben Stunde und Laufzeit und findet, dass der händlerspezifische Teil des Preises mit einer Standardabweichung von etwa 4 Basispunkten pro Jahr schwankt. Händler verlangen zudem 2,5 Basispunkte mehr von Kunden, die Dollar per Termin kaufen, als von Verkäufern, bei Laufzeiten unter einem Monat 11,8 Basispunkte. Die Autoren führen die Streuung eher auf Kundenstamm und Preissetzungsmacht der Händler zurück als auf deren Finanzierungskosten.
Eine Zentralbank senkt den Preis. Bank Indonesia hielt am 23. September den Leitzins bei 5,75 Prozent, erhöhte aber die Rabatte für die Absicherung ausländischer Zuflüsse bei ihr - auf 25 Prozent bei zwölfmonatigen Swaps und 30 Prozent bei zwölfmonatigen inländischen Non-Deliverable Forwards. Faktisch subventioniert sie die Absicherungskosten, die ein ausländischer Anleger für Rupiah-Anlagen zahlt.
Eine vorab vereinbarte Absicherung. Japan und Malaysia unterzeichneten eine dritte bilaterale Swap-Vereinbarung über bis zu 6 Milliarden Dollar, gültig seit 18. September; beide Seiten können Landeswährung gegen Dollar tauschen, Malaysia zusätzlich Yen ziehen. Das ist eine Preisgarantie anderer Art: Zugang zu vorab vereinbarten Bedingungen, wenn der Marktpreis unzuverlässig wird.

Der gemeinsame Faden
Für alle außerhalb der USA ist die maßgebliche Größe nicht der Leitzins der Fed, sondern der Preis, zu dem man an Dollar kommt - über ein Termingeschäft, einen Swap oder eine Kreditlinie. Dieser Preis hat drei Schichten: eine Marktbasis, darauf einen händlerspezifischen Aufschlag, und im Stress die Frage, ob überhaupt ein Preis zu haben ist. Jede der Meldungen wirkt auf eine Schicht. Die Forschung misst den Händleraufschlag; Bank Indonesia bezahlt einen Teil der Absicherungskosten für die Zuflüsse, die sie will; die Swap-Linie versichert gegen den Tag, an dem die Marktschicht verschwindet.
Worauf zu achten ist
Der Befund der BoE bedeutet, dass Stressindikatoren aus quotierten Sätzen unterschätzen können, was Endnutzer zahlen, vor allem bei kurzen Laufzeiten, wo der Aufschlag für Dollarkäufe wächst. Für Indonesien ist der Test, ob abgesicherte Zuflüsse reagieren. Und für Swap-Linien gibt es nur einen echten Test, den niemand will: eine Phase, in der sie gezogen werden.